Orkan

Nach Sturmtief „Xaver“: Fast überall Entwarnung

Nachdem das Orkantief „Xaver“ nach Russland gezogen ist, entspannt sich die Wetterlage in Deutschland zusehends.

Vereinzelt könne es in den kommenden Tagen noch starke Windböen geben, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. „Bis Wochenbeginn wird sich das Wetter in ganz Deutschland beruhigen“, sagte eine DWD-Meteorologin. „Es bleibt aber zunächst regnerisch und windig – vor allem in der Mitte und im Norden des Landes.“

Am Sonnabend hatte sich die Lage auch an der Elbe in Hamburg wieder normalisiert. Die Morgenflut war am Pegel St. Pauli nur noch 1,48 Meter über dem Mittleren Hochwasser, wie ein Sprecher des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sagte. Am Freitagmorgen hatte der Wasserstand noch 3,98 Meter über dem Mittleren Hochwasser gelegen. In Niedersachsen lief am Sonnabend der Fährverkehr zu den Ost- und Nordfriesischen Inseln und Helgoland wieder an. Auch die Deutsche Bahn hob zahlreiche Streckensperrungen wieder auf. In Polen ist die Zahl der Toten nach dem Orkantief „Xaver“ bis Sonnabend auf fünf gestiegen. Ein Mann sei bereits am Freitag bei Fassadenarbeiten vom Wind von einem Balkon geweht worden, sagte ein Polizeisprecher in Breslau (Wroclaw). Ein weiterer Mensch starb nach einem Unfall, bei dem in Pommern ein Reisebus auf einen umgestürzten Baum geprallt war. Auch am Sonnabend waren Energieversorgern zufolge noch mehr als 30.000 Haushalte in Pommern ohne Strom.