Gewalt

Country-Sänger wegen Zigarette in Kneipe erschossen

US-Country-Sänger Wayne Mills ist in einer Kneipe in Nashville im US-Bundesstaat Tennessee erschossen worden.

Der 44-Jährige geriet mit dem Wirt in einen Streit, weil er sich in einer Nichtraucherzone eine Zigarette angezündet hatte, wie US-Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten. Er habe in Notwehr gehandelt, sagte der mit dem Sänger befreundete Barbesitzer nach einem Bericht des Senders CNN den Ermittlern. Er habe einen gültigen Waffenschein, hieß es weiter. Die genauen Umstände der Tat, die sich bereits in der Nacht zum Sonntag ereignet hatte, blieben zunächst unklar.

Auf Mills Facebook-Seite wird seit seinem Tod für Tribute-T-Shirts geworben, deren Erlöse seiner Frau und seinem Kind zugutekommen sollen. Noch vor Kurzem wurde Wayne von der Outlaw Music Hall of Fame mit dem Guardian Award ausgezeichnet.

Seine Musik erinnerte an Jamey Johnson, Blackberry Smoke sowie an die Größen der Outlaw-Musik, Johnny Cash, Merle Haggard, Waylon Jennings und Marty Stuart. Er arbeitete mit George Jones zusammen und galt auf und neben der Bühne stets als Gentleman und setzte sich für die Veteranen des amerikanischen Militärs ein. In jungen Jahren spielte er Baseball am Wallace State College und später Football für die University of Alabama, an der er auch einen Pädagogik-Abschluss machte. Mills galt als „Country-Outlaw“, der sich vielen Regeln des Musikgeschäfts widersetzte, und war vor allem eingefleischten Fans ein Begriff. Mills arbeitete US-Medien zufolge mit seiner auf Honky Tonk spezialisierten Band gerade an seinem siebten Album.