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P wie „Playboy“, Pete – oder Photoshop

Zum 40. Geburtstag ließ sich Kate Moss erstmals für das Magazin fotografieren

Am 19. Januar 2014 ist es so weit. Dann wird Katherine Ann Moss, auch bekannt unter ihrem Spitznamen „Kate“, 40 Jahre alt. Was für Geschenke das Topmodel an diesem Tag bekommen wird, ist noch unklar. Wohl aber, was die Britin ihren Fans anlässlich dieses runden Geburtstages kredenzt: ihr erstes Fotoshooting für das Männermagazin „Playboy“.

Schon jetzt, zwei Monate vorher, gibt es ein erstes Appetithäppchen in Form eines Vorabbildes zu bestaunen, das in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift veröffentlicht wird. Die 39-Jährige ist darauf auf allen vieren zu sehen, im typischen „Bunny“-Outfit mit Häschenschwanz- und ohren. Schlank und gut gebräunt sieht die Moss auf den Bildern der Fotografen Marcus Pigott and Mert Atlas aus.

Nur ihre zwei kleinen Tattoos – eins am Knöchel, dazu auf der Hüfte der Buchstabe „P“, der für Pete Doherty, ihren ehemaligen Liebhaber steht, stören die geradezu klinische Perfektion des Bildes ein wenig. In Kate Moss’ Heimat Großbritannien wurde das Foto gemischt aufgenommen. Jan Moir, Kolumnistin der Tageszeitung „Daily Mail“, etwa stößt sich an der Pose des Models, die sie offenbar als sexistisch empfindet. „Als sexuell unterwürfiges Objekt zu posieren, bereit wie zu einer Vergewaltigung, tut niemandem einen Gefallen. Denkt sie, dass diese Retro-Sexpose ironisch oder cool ist?“, schreibt Moir und gibt selbst die Antwort: „Ist sie nicht.“

Andere Kommentatoren, sei es in den Kommentarspalten der Online-Medien oder auf dem Internetdienst Twitter, fragen sich eher, wie realistisch die Aufnahmen überhaupt seien. Schließlich kursieren von Moss auch eine Menge Fotos von Paparazzi, die sie nicht so schmeichelhaft wiedergeben. „Adobes Photoshop is a girls best friend“, kommentiert ein Zwitter-Autor sarkastisch, während eine andere Leserin schreibt: „Oh mein Gott, ihren gephotoshoppten Körper mit ihrem ECHTEN zu vergleichen ist, wie zwei verschiedene Körper zu sehen.“

Den Machern vom „Playboy“ dürften solche Mäkeleien gleichgültig sein. Das Heft, also die Januar/Februar-Ausgabe 2014, dürfte sich gut verkaufen. Nicht zuletzt, weil der „Playboy“ mit der als besonders opulent angekündigten Ausgabe seinen eigenen Geburtstag feiert – den 60.