Buschbrände

Im Schein der Flammen

Australischer Pilot stirbt bei Löschflug. Militär löst Brand bei Übung aus

Bei den Buschbränden im Südosten Australiens ist der Pilot eines Löschflugzeugs gestorben. Seine Maschine stürzte rund 230 Kilometer südlich von Sydney ab. Die Ursache war zunächst unklar. Bereits in der vergangenen Woche war ein Mann, der sein Haus schützen wollte, an einem Herzinfarkt gestorben. Die Feuer im Südosten Australiens waren vor rund einer Woche ausgebrochen. Einen der größten Brände hatte das Militär bei einer Schießübung durch explodierende Munition ausgelöst. Auch in anderen Regionen Australiens brennt es vielerorts.

Über den Absturz des 43-jährigen Brandbekämpfers sagte der Chef der regionalen Feuerwehr, Shane Fitzsimmons: „Es ist eine Tragödie für die Gemeinschaft der Brandbekämpfer, aber vor allem für die Familie.“ Der Pilot hinterlässt eine Frau und drei kleine Kinder. Er war allein an Bord. Das Flugzeug prallte in einem unwegsamen Terrain westlich von Ulladulla auf und fing Feuer, was einen neuen Brand auslöste. Weil zu wenig Regen gefallen ist, sind Busch und Wälder ausgetrocknet und geraten beim kleinsten Funken in Brand.

Mehr als die Hälfte der verheerenden Buschbrände im Südosten Australiens sind noch immer nicht unter Kontrolle. Bislang wurden insgesamt 210 Häuser und 126.000 Hektar Wald zum Raub der Flammen. Obwohl die Temperaturen leicht zurückgingen, bleibe die Situation noch mindestens drei bis vier Tage lang höchst gefährlich, warnte die Feuerwehr.

Generalleutnant Mark Binskin entschuldigte sich im Namen der Streitkräfte, einen der größten Brände ausgelöst zu haben. „Aber wir sollten warten, bis die Polizei ihren Untersuchungsbericht vorlegt“, sagte er. Bei dem betreffenden Feuer brannten westlich von Sydney mehr als 50.000 Hektar Buschland ab. Auf die Armee könnten Schadenersatzforderungen zukommen.