Naturkatastrophe

Mindestens 80 Tote bei schwerem Erdbeben in Pakistan

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 hat den Südwesten Pakistans erschüttert und mindestens 80 Menschen das Leben gekostet.

Das Beben ereignete sich am Dienstag nahe der Stadt Khuzdar in der Provinz Belutschistan. Die Menschen starben, weil ihre Häuser über ihnen zusammenbrachen, wie die Katastrophenschutzbehörde erklärte. Sie warnte vor Nachbeben. Der Erdstoß war so gewaltig, dass er etwa 600 Meter vor der Küste eine neue Insel entstehen ließ. Zahlreiche Menschen verfolgten das Naturspektakel vom Land aus und sahen, wie sich aus dem Arabischen Meer ein Eiland erhob.

Belutschistan ist die flächenmäßig größte Provinz des Landes, hat aber zugleich die niedrigste Einwohnerzahl. In der Gegend gibt es häufig Erdbeben. Fernsehbilder zeigten, wie die Menschen in Quetta, der Provinzhauptstadt, in Panik aus Häusern und Büros rannten. Andere begannen, Verse aus dem Koran zu rezitieren. Die Erschütterungen waren auch in der 350 Kilometer entfernten Millionenmetropole Karatschi zu spüren. Verängstigte Menschen rannten aus den großen Bürogebäuden auf die Straßen. Erst im April waren bei einem Beben der Stärke 7,8 nahe der Grenze zum Iran mindestens 35 Menschen in Pakistan ums Leben gekommen.