Ermittlungen

Suhl: Polizei sucht verdächtigen Vater mit Fahndungsfoto

Rund 300 Menschen haben am Freitag in Suhl mit einem Trauergottesdienst Abschied von den beiden getöteten Kindern genommen.

Das kurze Leben der Kinder sei aber nicht umsonst gewesen, sagte der Superintendent des Kirchenkreises Henneberger Land, Martin Herzfeld, in seiner Predigt in der Suhler Kreuzkirche. Das sechs Monate alte Mädchen und der knapp zwei Jahre alte Junge sollen am Dienstag von ihrem Vater erstickt worden sein. Der 34-Jährige ist seitdem verschwunden. Nach ihm wird intensiv gefahndet. Auch umfangreiche Suchaktionen der Polizei brachten bislang kein Ergebnis.

Die Polizei ging am Donnerstagabend bei der Suche nach dem Vater neuen Hinweisen aus der Bevölkerung nach. So soll der 34-Jährige im Norden der Südthüringer Stadt gesehen worden sein, wie Polizeisprecher Fred Jäger am Freitag mitteilte. Am Donnerstagabend hätten Beamte daraufhin vergeblich ein Industriegebiet mit einer ehemaligen Großbäckerei und eine Kleingartenanlage abgesucht. Am Freitag sei die Gegend erneut mit Spürhunden überprüft worden.

Den Zeugenangaben nach soll der gesichtete Mann wie der Vater der Kinder ausgesehen haben. Er habe den Eindruck gemacht, als ob er mehrere Tage im Freien übernachtet hätte. Nach dem 34-Jährigen wird mittlerweile bundesweit gefahndet. Dazu veröffentlichte die Polizei am Freitag auch ein Foto und eine Personenbeschreibung des Gesuchten.

Ob der Mann auf der Flucht ist oder sich möglicherweise das Leben genommen hat, ist laut Jäger weiterhin unklar. Erneut wurde deshalb mit rund 50 Beamten der Bereitschaftspolizei ein Waldstück durchkämmt – ebenfalls ohne Erfolg. Dabei konzentriert sich die Polizei zunehmend auf das höher gelegene Gebiet in Richtung Rennsteig.