Ehestreit

Frau setzt Ehemann auf dem Weg in den Urlaub aus

Eigentlich wollte der 38-Jährige einen entspannten Urlaub mit seiner Familie am Mittelmeer verbringen.

Doch die gemeinsame Auszeit endete bereits auf der Autobahn bei Bad Kissingen. Nach einem Streit setzte seine Frau ihn dort anscheinend einfach ab und fuhr ohne ihn zurück nach Hause. Die vier Kinder nahm sie mit.

Ohne Ausweis und Geld versuchte der Ehemann sich angeblich von der Raststätte aus in den nächsten Ort durchzuschlagen. Auf der Polizeiwache in Bad Kissingen erzählte er seine Geschichte. Demnach sei er fast 80 Kilometer zu Fuß gelaufen. Die Sandalen des Mannes sahen jedoch nach Einschätzung der Polizei nicht nach einem derart weitem Fußmarsch aus. „Überhaupt ließ der Mann einiges verlauten, bei dem die Wahrheit offensichtlich ein bisschen auf der Strecke geblieben war“, schrieb die Bayerische Polizei in einer Pressemitteilung. Die Beamten vor Ort versuchten dennoch dem gestrandeten Mann zu helfen: Bei einem Telefonat mit der Ehefrau versuchten die Polizisten, sie dazu zu bewegen, ihren Mann wieder abzuholen – ohne Erfolg. Sie bestätigte zwar, dass sie mit ihrem Mann und den Kindern in den Urlaub fahren wollte und ihn nach dem Streit vor die Autotür gesetzt habe. Sie wollte ihn aber partout nicht wieder abholen. Die Lust auf den Urlaub war ihr auch vergangen.

Da der Mann ohne Geld und Papiere nicht selbstständig nach Hause zurück fahren konnte und es bereits spät war, baten die Polizisten die Obdachlosenunterkunft um Hilfe. Gemeinsam besorgten sie ihm etwas zum Essen und Geld für ein Bahnticket. Mit einer genauen Wegbeschreibung zur Obdachlosenunterkunft entließ die Polizei ihn anschließend. Offensichtlich war dem Mann der Gedanke jedoch unangenehm, die Nacht dort zu verbringen. Wie sich später herausstellte, hatte er am Bahnhof übernachtet. Wann der Mann mit dem Bahnticket die Heimreise angetreten ist und ob er inzwischen angekommen ist, konnte die Polizei nicht beantworten.