Wetter

Starker Taifun nimmt Kurs auf die Philippinen

Die Ausläufer eines kräftigen Taifuns haben im Nordosten der Philippinen für Chaos und Evakuierungen von Schulen gesorgt.

Mindestens 47 Fischer galten am Sonntag als vermisst, und mehr als 7500 Fährpassagiere saßen fest, weil der Betrieb zwischen den Inseln eingestellt wurde. Der Taifun „Utor“ sollte am Montagmorgen (Ortszeit) in der nordöstlichen Provinz Aurora auf Land treffen. Die Behörden warnten vor Sturzfluten und Erdrutschen.

Meteorologen gaben für mehrere Provinzen im Norden des Inselstaats Taifunwarnungen aus. Betroffen war demnach auch die Hauptstadt Manila, wo mehrere Schulen geschlossen wurden. Auch mindestens fünf Inlandsflüge wurden wegen des schlechten Wetters am Sonntag abgesagt. Familien aus vier Dörfern meldeten 47 Fischer als vermisst, sie hofften aber, dass sie lediglich in Buchten Schutz gesucht hätten, bis der Sturm vorbeigezogen sei, sagte der örtliche Direktor des philippinischen Zivilschutzes, Bernardo Alejandro IV. „Utor“ ist der bislang stärkste Taifun, der die Philippinen in diesem Jahr bedroht. Nach Angaben von Meteorologen gewann der Wirbelsturm über dem Philippinischen Meer noch an Stärke und steuerte mit Windgeschwindigkeiten von 165 Stundenkilometern und Böen von bis zu 200 Stundenkilometern auf Aurora zu.

Laut Wetterexperten ist auch die Insel Luzon von dem Taifun bedroht. Die Inselgruppe ist die größte der Philippinen und beherbergt insgesamt mehr als 46 Millionen Einwohner. „Utor“ soll bereits ein sogenanntes Auge gebildet haben, also „einen Bereich in der Mitte des Druckgebildes, der windstill und auf Satellitenbildern gut zu erkennen ist“, heißt es auf Wetter.net. Es wird erwartet, dass der tropische Wirbelsturm das erste Mal am heutigen Montag auf Land trifft. Bereits am Mittwoch soll „Utor“ nach einer kurzen Phase der Abschwächung auf chinesisches Festland treffen. Dann sollen Spitzenböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 205 Stundenkilometern möglich sein.