Kriminalität

Polizei jagt Mörder und Entführer in der Wildnis von Idaho

Mit Geländewagen, zu Pferd und mit Hubschraubern machen Dutzende Einsatzteams in der Wildnis des US-Staates Idaho Jagd auf einen mutmaßlichen Mörder und Mädchenentführer.

Der 40-jährige Tatverdächtige soll in Kalifornien eine Mutter und ihren acht Jahre alten Sohn getötet und ihre Tochter in seine Gewalt gebracht haben. Die Behörden gehen davon aus, dass der Mann mit der 16-jährigen Hannah in der Wildnis mit Campingausrüstung zu Fuß unterwegs ist.

Ein Ausflügler in dem schwer zugänglichen Gebiet war am Mittwoch einem Mann und einem Teenager begegnet, bei denen es sich um die Gesuchten handeln könnte. Der Ausflügler habe erst später Verdacht geschöpft und den Vorfall gemeldet, nachdem er Berichte über die Großfahndung nach dem Mann gesehen hatte.

Das Familiendrama begann am vergangenen Sonntag, als die Leiche der 44-jährigen Christina Anderson und die eines Kindes im brennenden Haus des Tatverdächtigen bei San Diego gefunden wurden. Bei der Kinderleiche soll es sich um Ethan, den achtjährigen Sohn der Anderson-Familie, handeln. Der per Großfahndung gesuchte 40-Jährige war mit der Familie eng befreundet. Die Anderson-Kinder hätten den Mann seit Jahren gekannt und ihn „Onkel Jim“ genannt. Einige Freunde des Mädchens sagten, dass der Mann eine Schwäche für den blonden Teenager entwickelt habe.

Die Suchteams in dem Wildnisgebiet haben eine schwierige Aufgabe. Die Bergregion wurde als „schroffe Wildnis“ beschrieben. Die kanadische Grenze ist 300 Kilometer entfernt.