Geschichte

Marilyn Monroe wollte John F. Kennedy heiraten

US-Buchautor enthüllt: Jackie Kennedy wusste über die Affären ihres Ehemanns Bescheid

Als Marilyn Monroe im Mai 1962 im New Yorker Madison Square Garden dem US-Präsidenten John F. Kennedy (JFK) zum 45. Geburtstag ein Ständchen sang, war das für die meisten der 15.000 Zuschauer der Beweis, dass die beiden mehr waren als nur „gute Freunde“. Und die Affäre war nicht die einzige. Autor Christopher Andersen behauptet jetzt in seinem Buch („These Few Precious Days: The Final Year of Jack with Jackie“), dass Jackie Kennedy über die zahlreichen Affären ihres Mannes Bescheid wusste. Die First Lady soll darunter gelitten haben, nahm aber die meisten der Techtelmechtel von JFK zumindest nach außen gelassen.

Nur die Beziehung zu Marilyn Monroe, deren Todestag sich am Montag zum 51. Mal jährte, soll sie wirklich belastet haben. Jackie Kennedy sah die Schauspielerin als große Gefahr, nicht nur für ihre Ehe, sondern auch für die Präsidentschaft ihres Mannes.

„Jackie wusste von all seinen Frauen“, zitiert Andersen den JFK-Vertrauten General Godfrey McHugh. Eine Behauptung, die auch Ralph Martin, ein enger Freund der von vielen bewunderten First Lady, bestätigt. „Sie wusste alles und kannte jedes dieser Mädchen“, behauptet Martin. „Doch leicht hat sie es nicht genommen.“ Jackie habe es gehasst, dass ihr Mann als Schürzenjäger den Frauen hinterhergestiegen sei. „Aber sie war bereit wegzuschauen, so lange er vorsichtig genug war.“

Erst Marilyn Monroe schien diese Haltung zu gefährden. Der Star, der unter dem weltweiten Ruhm zerbrach, an psychischen Problemen sowie Alkohol- und Drogensucht litt, wollte offenbar mehr sein als nur eine weitere Geliebte.

Andersen zufolge, der neben mehreren Büchern über die Kennedys unter anderem auch über Lady Di geschrieben hat, soll Marilyn Monroe nicht nur Jackie Kennedy im White House angerufen und ihr die Affäre gebeichtet haben. Die damals 36 Jahre alte Monroe, die ihren Stern als Amerikas Sexsymbol untergehen sah, wollte offenbar auch die Rolle der First Lady übernehmen. „Kannst du mich nicht sehen in dieser Besetzung?“, fragte sie ihre Freundin Jeanne Carmen. „Ich als First Lady.“

„Sie hat Jackie angerufen und ihr alles gestanden“, schreibt Andersen in seinem Buch und bezieht sich dabei auf Aussagen von Peter Lawford. Der Schwager von JFK behauptet, der Präsident habe Marilyn versprochen, „seine Frau zu verlassen und sie zu heiraten“. Als sie das in ihrem Telefonat auch Jackie Kennedy erzählt habe, reagierte diese kühl und zumindest äußerlich sehr gelassen.

„Marilyn, du willst also Jack heiraten. Das ist ja großartig“, soll Jackie laut Lawford souverän geantwortet haben. „Dann wirst du auch ins White House einziehen, und ich unterstelle dann mal, dass du auch die Pflichten einer First Lady übernehmen wirst. Ich werde dann ausziehen, und du hast dann all diese Probleme.“ Jackie Kennedy war am Anfang der Präsidentschaft ihres Mannes unglücklich im White House. Erst später schien sie sich an das Weiße Haus zu gewöhnen und bezeichnete die Zeit als „die glücklichste ihres Lebens“.