Aufzeichnung

Mögliches Sex-Tape von Monica Lewinsky aufgetaucht

US-Medien berichten über ein Tonband, das die Ex-Praktikantin von Bill Clinton besprach

Wer zurzeit in New York, Los Angeles oder einer anderen US-Stadt in einem Supermarkt an einer Kasse steht, dürfte diese Schlagzeilen kaum übersehen können: „Sex-Tonband gefunden. Wie Monica Bill verführte“, steht da in großen Buchstaben auf dem Titel des Boulevard-Magazins „National Enquirer“ und darunter das Versprechen – „die 3 1/2 Minuten, die Amerika schockieren werden“.

16 Jahre ist es her, dass die Affäre von Monica Lewinsky, der wahrscheinlich berühmtesten Ex-Praktikantin im Weißen Haus, mit US-Präsident Bill Clinton bekannt wurde. Doch nun scheint der von vielen als Revolverblatt verspottete „Enquirer“ einen scheinbar längst vergessenen Skandal wieder neues Leben zu geben. Das bunte Magazin, das an Supermarktkassen ausliegt, behauptet in Besitz eines Tonbandes zu sein, auf dem die heute 40 Jahre alte Lewinsky den damals mächtigsten Mann der Welt eindeutige Angebote machte.

„Hi Schöner“, säuselt dabei Lewinsky zu Beginn der drei Minuten und 47 Sekunden langen Aufzeichnung. „Ich kann den Gedanken kaum unterdrücken, mich jetzt hinzusetzen und dir eine kleine Notiz zu schreiben. Deshalb habe ich mir gedacht, ich zeichne das einfach mal auf. Ich hoffe, das ist okay für dich.“

Was Lewinsky Bill Clinton danach laut „National Enquirer“, der schon 2007 den Skandal um eine außereheliche Beziehung von Präsidentschaftskandidat John Edwards aufgedeckt hatte, weiter anbietet, ist kaum jugendfrei. „Ich bin morgen Abend allein und habe zwei Angebote für dich. Ich könnte meine Kleider ablegen und anfangen ... Na gut, ich weiß, du magst das jetzt nicht. Aber ich hoffe, ich sehe dich später und du folgst meinen Anweisungen und tust dann das, was ich will.“

Das jetzt im „National Enquirer“ veröffentlichte Band soll vom 20. November 1997 stammen, also acht Monate nach dem angeblichen Ende der Affäre zwischen dem damals 50-jährigen Clinton und seiner 24 Jahre alten Praktikantin. Die Aufzeichnung, die Lewinsky später ihrer Vertrauten Linda Tripp gegeben hatte, soll später während des erfolglosen Amtsenthebungsverfahrens von Sonderermittler Kenneth Starr gegen Clinton ein Beweisstück gewesen sein. Tripp, eine Arbeitskollegin von Lewinsky, hatte die „Liebesbelege“ veröffentlicht und damit den Skandal ins Rollen gebracht.

Warum das Band erst jetzt an die Öffentlichkeit gelangte, soll laut „National Enquirer“ der Schusseligkeit eines sogenannten Cleaners zu verdanken sein. Dieser hatte die Aufgabe, alle süffisanten Beweisstücke zu vernichten. Neben Tonbandaufzeichnungen hatte Lewinsky Clinton auch Liebesnotizen geschickt.

Erst auf Druck der Ermittlungen und der Öffentlichkeit gab Clinton zumindest zu, Oralsex mit Lewinsky gehabt zu haben. Das löste Debatten aus, wann Sex eigentlich Sex ist.