Fundstück

Kind entdeckt Mumie auf Diepholzer Dachboden

Ein zehn Jahre alter Junge hat eine Mumie auf dem Dachboden eines Mehrfamilienhauses in Diepholz entdeckt.

Ob das Fundstück echt ist, soll jetzt von Fachleuten in Berlin untersucht werden. Der Junge hatte den Sarkophag in einer Kiste und weitere Gegenstände wie eine Totenmaske in einer versteckten Ecke auf dem Dachboden entdeckt.

Der Vater des Zehnjährigen, Lutz Wolfgang Kettler, erinnert sich, dass sein Vater die Kisten während einer Ägyptenreise in den 50er-Jahren erwarb. „Aus irgendwelchen Gründen wurden sie auf dem Dachboden deponiert. Mein Vater hat nie darüber gesprochen. Es ist auch im Unklaren, wie sie hergekommen sind. Wir sind noch dabei, das zu recherchieren. Meine Mutter ist 93 Jahre alt und erinnert sich nicht mehr genau, wie alles zusammenhängt“, sagte er. Sein Vater sei in den 50er-Jahren Student gewesen. Man dürfe sich also nicht vorstellen, dass er als reicher Tourist mit einem Kreuzfahrtschiff in Ägypten vorgefahren sei und sich dort eine Mumie gekauft hat. „So war die Geschichte wahrscheinlich nicht, es war scheinbar komplizierter.“ In den anderen Kisten war eine Totenmaske aus steingutartigem Material. Die Mumie lag in der sarkophagartigen Kiste etwas erhöht. „Ob sich unter ihr etwas befindet oder seitlich etwas drinsteckt, das ist letztendlich nicht untersucht. Ich habe die Mumie so liegen lassen, wie sie darin lag. Auch, weil ich vermeiden wollte, dass man Veränderungen daran vornimmt“, sagte der Vater der Berliner Morgenpost.