Umwelt

50.000 Liter Öl fließen aus Pipeline in Golf von Thailand

Durch ein Leck in einer Ölpipeline sind im Golf von Thailand am Wochenende schätzungsweise 50.000 Liter Öl ins Meer geflossen.

Zehn Schiffe der Marine versuchten am Sonntag zu verhindern, dass der Ölteppich die Küste erreicht. Vor der Küste wurden schwimmende Barrieren deponiert. Der Ölfilm sollte dann abgesaugt werden.

Die Notfallmaßnahme zeige erste Erfolge, erklärte das Unternehmen. Das Leck sei geschlossen worden. Am Sonntagmorgen sei das Ölfeld bereits verkleinert, und bis zu 20.000 Liter Öl seien beseitigt worden. „Wir haben immer noch einige Bedenken wegen der verwendeten Chemikalien, auch wenn das Öl die Strände oder Korallen sicherlich nicht erreichen wird“, sagte der Leiter der staatlichen Meeres- und Küsten-Schutzbehörde in Rayong, Phuchong Saritsadeechaikol.

Das Leck war am Sonnabend an einer Offshore-Plattform etwa 20 Kilometer vor der Küste von Rayong entstanden. Die Bohrinsel gehört PTT Global Chemicals, einem Tochterunternehmen der staatlichen Ölfirma PTT. Ein anderes PTT-Tochterunternehmen war schon 2009 in eine Ölkatastrophe vor Australien verwickelt. Nach dem Brand einer Bohrinsel breitete sich damals ein nahezu 90.000 Quadratkilometer großes Ölfeld aus.

Im Vergleich zu anderen Umweltkatastrophen ist die Menge des jetzt vor Thailand ausgelaufenen Öls mit gut 300 Barrel eher gering. Zum Vergleich: Bei der „Deepwater Horizon“-Katastrophe im Golf von Mexiko strömten 2010 rund 4,9 Millionen Barrel Öl ins Meer. Ein Barrel entspricht etwa 159 Litern.