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China: Mann verkauft Leiche als Braut für Totenhochzeit ++ Indien: Urteil gegen Vergewaltiger einer 23-Jährigen verschoben ++ Hessen: Gericht billigt Lehrer längere Lebensarbeitszeit zu

Mann verkauft Leiche als Braut für Totenhochzeit

In China ist ein Mann hingerichtet worden, weil er eine Frau ermordet und ihre Leiche für eine sogenannte Totenhochzeit verkauft haben soll. Wie die Zeitung „Legal Daily“ unter Berufung auf Gerichtsangaben in der nördlichen Provinz Shaanxi berichtete, hatte der Mann im Mai 2011 mit mehreren Komplizen eine Frau in ein Auto gelockt und erwürgt. Die Leiche verkauften die Männer nach Überzeugung des Gerichts für 22.000 Yuan (2700 Euro) an eine Familie, deren unverheirateter Sohn gestorben war, um eine Totenhochzeit gemäß einem seltenen chinesischen Brauch abzuhalten.

Urteil gegen Vergewaltiger einer 23-Jährigen verschoben

Das Urteil gegen einen der mutmaßlichen Vergewaltiger einer 23 Jahre alten Inderin ist erneut verschoben worden. Es wird jetzt am 5. August erwartet. Der Oberste Gerichtshof hat beantragt, den Begriff Jugendlicher neu zu interpretieren. Es geht um den Fall des jungen Mannes, der zum Tatzeitpunkt 17 Jahre alt war und der deswegen vor einem Jugendgericht steht. Ein zweiter Prozess gegen vier volljährige Verdächtige läuft noch. Ein weiterer mutmaßlicher Täter wurde erhängt in seiner Zelle gefunden. Gemeinsam sollen sie im Dezember die Studentin in einem Bus entführt, vergewaltigt und ermordet haben.

Gericht billigt Lehrer längere Lebensarbeitszeit zu

Ein Lehrer in Hessen hat mit Erfolg für eine längere Lebensarbeitszeit gestritten. Das Land müsse ihn weiter beschäftigen, entschied das Verwaltungsgericht in Frankfurt/Main. Niemand dürfe wegen seines Lebensalters diskriminiert werden (Az.: 9 L 2184/13.F). Beamte gehen laut Gesetz im Alter von 65 Jahren in den Ruhestand. Laut Gericht ist das im Prinzip rechtens, wenn damit Ziele wie etwa eine ausgewogene Altersstruktur erreicht werden sollen. Das Land Hessen als Arbeitgeber habe dies in dem konkreten Fall aber nicht bewiesen. Im vorliegenden Fall hatte ein 65-jähriger Studienrat beantragt, erst im nächsten Sommer in den Ruhestand gehen zu dürfen.