Unfall

Schweres Zugunglück in Nordspanien – mehr als 35 Tote

Ein schweres Eisenbahnunglück im Nordwesten Spaniens hat mehr als 35 Fahrgäste eines Schnellzuges in den Tod gerissen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur EFE am Mittwoch unter Berufung auf Polizeikreise und Augenzeugen berichtete, wurden mehr als 200 Passagiere des Zuges bei dem Unglück in Santiago de Compostela verletzt.

Der Zug war aus unbekannter Ursache wenige Kilometer vor der Einfahrt in den Bahnhof der Pilger-Metropole entgleist und umgestürzt. Das Unglück ereignete sich am Abend an einer Stelle, an der die Gleise in einer relativ engen Kurve verlaufen. Augenzeugen berichteten der Zeitung „La Voz de Galicia“, der Zug sei ungewöhnlich schnell in die Kurve eingebogen.

Die 13 Waggons des Zuges wurden auseinandergerissen und sprangen aus den Schienen. Einige Wagen prallten neben den Gleisen gegen eine Mauer und stürzten um, andere Waggons verkeilten sich ineinander. Ein Wagen flog sogar über die Begrenzungsmauer hinweg. Aus der Lokomotive schlugen Flammen. Den Rettungskräften boten sich schreckliche Bilder, sie bargen Tote und Verletzte aus den zertrümmerten Waggons. Neben den Gleisen lagen mehrere Tote, die mit Tüchern bedeckt waren.

Der Unglückszug hatte sich auf der Fahrt von Madrid zur Küstenstadt El Ferrol im Nordwesten Spaniens befunden. Er war zum Zeitpunkt des Unglücks mit rund 240 Fahrgästen besetzt gewesen. In diesen Tagen hatte in Santiago de Compostela ein großes Fest zu Ehren des Schutzpatrons von Galicien, des Heiligen Jakobs, stattfinden sollen. Die Stadt sagte die Feierlichkeiten aufgrund des Zugunglücks bereits ab. Der Erzbischof des Wallfahrtsortes Santiago, Julian Barrio, bekundete den Verletzten und Hinterbliebenen sein Mitgefühl.