Filmbranche

Erstmals eine Internetserie für den Emmy nominiert

Den wichtigsten Fernsehpreis der Welt, den Emmy, könnte dieses Jahr erstmals eine für das Internet hergestellte Serie gewinnen.

Die für den Streamingdienst Netflix produzierte Serie „House of Cards“ wurde am Donnerstag gleich neunmal nominiert, darunter in der wichtigsten Kategorie „Beste Dramaserie“. Die erstmalige Würdigung einer selbstproduzierten Serie eines Internetdienstes wurde in der Branche als Meilenstein bewertet.

„House of Cards“ mit Kevin Spacey ist im herkömmlichen Sinne kein Fernsehen. Die erfolgreiche Serie wurde exklusiv für Netflix produziert. Der Streamingservice, bei dem man für einen monatlichen Beitrag Serien und Filme runterladen kann, bietet eigentlich nur Serien an, die schon im Fernsehen liefen. Auch „Arrested Development“ wurde nominiert. Die Serie wurde nach drei Staffeln beim Fernsehsender Fox abgesetzt – und dann mit großem Erfolg von Netflix weitergedreht.

Als große Favoriten gehen aber die Horrorserie „American Horror Story: Asylum“ und das Fantasyspektakel „Game of Thrones“ ins Rennen. Bei der Verleihung im September hat die Fantasyserie die Chance auf 16 Trophäen, die Horrorserie kann sogar einen mehr gewinnen. Danach kommen mit den meisten Nennungen die Kultkomödienserie „Saturday Night Live“ und der Fernsehfilm „Behind the Candelabra“ über das Leben des Glamourpianisten Liberace. Mit etwas Abstand folgt die Krimiserie „Breaking Bad“ mit 13 Nennungen und „Mad Men“ und „Downton Abbey“ mit jeweils 12. Der Vorjahressieger „Homeland“ wurde 11 Mal nominiert.