Expedition

Bergsteigerin in Pakistan tödlich verunglückt

Bei einer Expedition auf den Broad Peak in Pakistan ist eine Potsdamer Bergsteigerin tödlich verunglückt.

Der Berliner Veranstalter „Der Aussteiger“ hat mitgeteilt, dass sich der Unfall bereits am Sonnabend ereignet hat. Der Geschäftsführer des Outdoorladens „Der Aussteiger“, Mario Bornschein, hatte die Tour zum 20-jährigen Bestehen des Ladens organisiert und die Expedition geleitet. Der Berliner Kontaktmann der elf Bergsteiger, Sozialarbeiter Thomas Sonnenburg, sagte im Sender Radio1, der Unfall habe sich im Basislager auf 4900 Meter Höhe ereignet, „an einer Stelle, wo man nicht verunfallen kann“.

Nach den Schilderungen von Expeditionsteilnehmern, so Sonnenburg weiter, soll die 38-jährige Frau an einer ungefährlichen Stelle ausgerutscht sein. Der Outdoorladen veröffentlichte am Montag eine Pressemitteilung. „Das Bergsteigerteam steht unter Schock und hat entschieden, nach Berlin zurückzukehren.“ Nähere Informationen über den Umstand des Unglückes gebe es derzeit nicht. Nach Angaben Sonnenburgs ist das Team allerdings noch am Unfallort, weil zunächst Scherpas herbeigeholt werden müssten, die bei der Rückkehr helfen sollen. Voraussichtlich am Freitag werde die Expedition aufbrechen und Anfang kommender Woche versuchen, nach Deutschland zurückzukehren.

Die Expedition war am 13. Juni gestartet und sollte insgesamt 53 Tage dauern. Bei allen Mitgliedern soll es sich um sehr erfahrene Bergsteiger gehandelt haben. „Das sind Topleute“, sagte Sonnenburg. Es habe keinen Zweifel daran gegeben, es zu schaffen. Die Gruppe habe auch über entsprechendes Material verfügt. Der Broad Peak (8047 Meter) ist der zwölfthöchste Berg der Welt. Er liegt an der Grenze von Pakistan zu China.