Verkehrsunfall

Zahl der Toten nach Busunglück steigt auf 18

Nach dem schweren Busunglück in Montenegro ist die Zahl der Toten auf 18 gestiegen.

28 weitere Reisende aus Rumänien wurden verletzt, mehrere von ihnen schwebten am Montag in Lebensgefahr, wie die Polizei erklärte. Der rumänische Reisebus war am Sonntag von der Straße abgekommen und etwa 50Meter tief in eine Schlucht gestürzt. Über Nacht erlagen zwei Menschen im Krankenhaus von Podgorica ihren Verletzungen, wie ein Polizeivertreter sagte. Der Bus war im Gebirge 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Podgorica auf einer Brücke in Zdijelo nahe des Klosters Moraca von der Straße abgekommen. „Der Fahrer fuhr ein bisschen zu schnell, und der Bus hat zu rutschen begonnen“, sagte eine Überlebende montenegrinischen Medien. Auch ein zwölfjähriger Junge wurde verletzt, als er auf der Straße gehend von dem Fahrzeug erfasst wurde. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr, sagten Krankenhausärzte.

Die Bergungsarbeiten gestalteten sich schwierig. Die Rettungskräfte mussten eine Kette bilden, um mithilfe von Seilen die Opfer aus der kaum zugänglichen Schlucht zu bringen. Bis Montag konnten schließlich alle Insassen des Busses geborgen werden. Montenegros Regierungschef Milo Djukanovic besuchte die Verletzten im Krankenhaus. Dutzende Menschen standen dort Schlange, um Blut zu spenden. Die rumänische Regierung schickte am Montag ein Militärflugzeug, das die Toten und Verletzten in die Heimat zurückbringen sollte. Die Richtung Adriaküste führende Straße, auf der sich das Unglück ereignete, gilt als besonders gefährlich. Dort ereignen sich immer wieder Verkehrsunfälle.