Führerschein

Depardieu darf in Frankreich nicht mal mehr Motorroller fahren

Sein Heimatland macht es Gérard Depardieu wahrlich nicht leicht: Jetzt darf der hitzköpfige Filmstar nicht einmal mehr mit seinem geliebten Motorroller durch Paris brausen.

Für sechs Monate kassierte die französische Justiz seinen Führerschein ein, weil er betrunken durch die Hauptstadt gefahren war. Für den 64-Jährigen, der für sich das „Recht auf Zügellosigkeit“ beansprucht, dürfte das nur erneut zeigen, dass er in Frankreich nicht ausreichend gewürdigt wird – anders als in Russland, wo ihm sein Freund Wladimir Putin den roten Teppich ausrollt.

Der Liebling der Franzosen, der seit Januar auch einen russischen Pass hat, war Ende November in Paris mit seinem Motorroller gestürzt. „Ein starker Geruch nach Alkohol“ sei den Polizisten am Unfallort entgegengeschlagen, wo sich ein wütender Depardieu laut Staatsanwaltschaft nicht kontrollieren lassen wollte. Der Anwalt des Schauspielers versicherte, dass Depardieu die letzten Gläser Champagner viele Stunden vorher getrunken habe – vor dem Start seines Flugzeugs aus Usbekistan zurück nach Frankreich am Vortag. Der als Weinliebhaber bekannte Depardieu äußerte sich gar nicht zu dem Vorfall, blieb dem Prozess fern.

Stattdessen verkündete er wenige Tage vor dem Urteil, er sei eben ein „Mann, der nicht altert ... manchmal betrunken, aber das ist nun einmal Teil meiner Maßlosigkeit“. Dass sich Depardieu wenig um Konventionen und manchmal auch nicht um Gesetze schert, hat er schon unzählige Male unter Beweis gestellt. So hatte der Schauspieler 2005 in Italien einen Fotografen mit einem Kopfstoß niedergestreckt. Angeblich bereute er immerhin den Pinkel-Zwischenfall 2011 in Paris, wo er im Passagierbereich eines Flugzeugs urinierte.