Naturkatastrophe

Singapur versinkt nach Waldbränden im dichten Smog

Die Smogbelastung in Singapur hat am dritten Tag in Folge einen erneut Rekordwert erreicht.

Im benachbarten Indonesien wurden Flugzeuge und Löschhubschrauber eingesetzt, um die massiven Waldbrände in den Griff zu bekommen, die für die dichten Rauchwolken über Singapur und Malaysia verantwortlich waren.

Der Grad der Luftverschmutzung lag am Freitagmittag (Ortszeit) bei 401, dem höchsten Wert seit es Messungen in Singapur gibt. Erst am Mittwoch und Donnerstag hatten die Behörden mit Werten von 321 und 371 die bis dahin bekannten Rekorde gemessen. Diese Werte werden in der Kategorie „gefährlich“ eingestuft. Am Freitagabend lag der Messwert hingegen wieder bei 139, immer noch in der Kategorie „ungesund“. Im Verlauf der Woche hatte es bei den Werten immer wieder große Schwankungen gegeben.

Der Umweltminister von Singapur, Vivian Balakrishnan, flog am Freitag nach Jakarta, um über Maßnahmen gegen die Waldbrände zu sprechen, die regelmäßig in der Mitte des Jahres ausbrechen, wenn Bauern in Indonesien ihre Felder brandroden. Der indonesische Umweltminister Balthasar Kambuaya versprach ein hartes Vorgehen gegenüber den Verantwortlichen. Zehn Flugzeuge wurden am Freitag nach Sumatra entsandt, um dort durch das Versprühen von Chemikalien Regen herbeizuführen, wie ein Sprecher des indonesischen Katastrophenschutzes mitteilte.