Prominente

Model Kate Moss half Modedesigner Galliano aus der Sucht

Der wegen antisemitischer Äußerungen in Ungnade gefallene Modedesigner John Galliano, 52, hat in seinem ersten Interview nach dem Skandal Reue gezeigt.

„Es ist das Schlimmste, was ich in meinem Leben gesagt habe. Aber ich habe es nicht so gemeint“, sagte Galliano der US-Ausgabe von „Vanity Fair“. Galliano hatte 2009 in einem Pariser Café Juden und Asiaten mit Nazi-Parolen beleidigt. Daraufhin hatte Dior ihn als Chefdesigner entlassen, ein Gericht verurteilte ihn zu 6000 Euro Strafe auf Bewährung. „Ich habe versucht herauszufinden, warum mein Ärger auf diese Menschen gerichtet war“, sagte Galliano. „Inzwischen habe ich verstanden, dass ich so extrem sauer war und so unglücklich mit mir selbst, dass ich einfach die schlimmsten Dinge gesagt habe, die ich sagen konnte.“

Galliano hatte Alkoholprobleme und hat sich in eine Entzugsklinik begeben. Damals sei er ein „Sklave“ des Alkohols gewesen – auch wenn er sich das niemals habe eingestehen wollen. „Ich habe in einer Blase gelebt. Wenn ich hinter dem Laufsteg war, war da eine Schlange von fünf Leuten, die mir helfen wollten. Einer hatte eine Zigarette, der nächste das Feuerzeug. Ich wusste nicht mal, wie man einen Bankautomaten bedient.“ Ohne Entzug wäre er „in einer Irrenanstalt oder unter der Erde gelandet“. Aus der Alkoholsucht geholt habe ihn vor allem das mit ihm befreundete Model Kate Moss, für deren Hochzeit mit dem Musiker Jamie Hince er 2011 das Kleid schuf. „Das Brautkleid von Kate zu entwerfen hat mich gerettet. Es war meine kreative Rehabilitation. Sie hat mich herausgefordert, wieder ich selbst zu sein.“