Naturkatastrophe

Präsident Obama reist in die Tornado-Gebiete

Knapp eine Woche nach dem schweren Tornado in Oklahoma besucht US-Präsident Barack Obama das Katastrophengebiet.

Nachdem er bereits zuvor Bundeshilfen für den Wiederaufbau zugesagt hatte, wollte sich Obama dem Weißen Haus zufolge am Sonntag selbst davon überzeugen, dass alles Nötige getan wird. Der Präsident werde außerdem mit Opferfamilien zusammentreffen und die Gelegenheit nutzen, sich bei den Rettungsteams zu bedanken, hieß es weiter. Er wolle bekräftigen, dass die Katastrophenopfer auf dem langen Weg zurück zur Normalität bei jedem Schritt von der gesamten Nation begleitet würden. Für Sonntagabend (Ortszeit) war in einer Kirche in Moore ein Gedenkgottesdienst geplant – nach Obamas Rückkehr nach Washington. Die Gebetsfeier sei für die Öffentlichkeit gedacht, jeder sei eingeladen, sagte Gouverneurin Mary Fallin.

Das Unwetter war am vergangenen Montag mit rund 320 Kilometern pro Stunde durch die Kleinstadt Moore und die umliegende Region gefegt. Der Tornado hinterließ stellenweise eine gut drei Kilometer breite Spur der Verwüstung. Mindestens 24 Menschen ums Leben gekommen, darunter 10 Kinder. Bis zu 13.000 Häuser wurden zerstört, mehr als 350 Menschen wurden verletzt.

In den Medien wurden Fragen laut, ob die Stadt Moore ausreichend Schutz in sicheren Kellern und speziellen Sturmschutzräumen für die Einwohner bot. Immerhin erlebte dieselbe Region 1999 einen ähnlichen Tornado, der 46 Menschen tötete und rund 8000 Gebäude zerstörte.

Während in Moore die ersten Opfer zu Grabe getragen wurden, reißt die Welle der Hilfsbereitschaft für die betroffenen Einwohner nicht ab. So soll es am Mittwoch (Ortszeit) in Oklahoma City ein Benefizkonzert geben. Gastgeber ist der Countrysänger Blake Shelton, der selbst aus Oklahoma stammt. Angesagt haben sich unter anderem Vince Gill, Reba McEntire und Miranda Lambert.