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Französische Polizei findet durch Zufall gestohlenes Gold-Ei

Die französische Polizei hat bei der Routinekontrolle von Autofahrern ein vor vier Jahren gestohlenes Gold-Ei entdeckt.

Das 25 Zentimeter hohe, mit Edelsteinen besetzte Ei sei in einem „verdächtigen“ BMW nahe der Grenze zur Schweiz gefunden worden, teilte die Polizei von Annemasse im Département Haute-Savoie mit. Zwei weißrussische Insassen des Wagens seien umgehend festgenommen worden. Ein weiterer Weißrusse, der in einem Jaguar hinter dem BMW herfuhr, wurde demnach ebenfalls festgenommen. Die Männer wurden den Angaben zufolge bereits am Donnerstag geschnappt.

Im Verhör hätten die Männer wenig überzeugend angegeben, sie hätten das Ei auf dem Boden gefunden, sagte ein Vertreter der französischen Polizei. Später hätten die Verdächtigen erklärt, sie seien auf einem Flohmarkt auf das Goldobjekt gestoßen. Im Zuge der Ermittlungen stellte sich heraus, dass die Männer bereits in Frankreich und in der Schweiz wegen Einbrüchen gesucht wurden. Das goldene Ei, dessen Wert auf eine Million Euro geschätzt wird, war im August 2009 aus den Räumen einer kuwaitischen Import-Export-Firma in Genf gestohlen worden. Es ist im Stil der weltberühmten Fabergé-Eier gestaltet.

Carl Peter Fabergé fertigte zwischen 1885 und 1917 die Schmuckgegenstände in seiner Werkstatt in St. Petersburg an. Er gestaltete sowohl Prunkeier im Auftrag des Zaren und solche, die im Auftrag von Personen angefertigt wurden, die es dem Zaren gleichtun wollten. Heute sind die Fabergé-Eier ein Inbegriff höchster Goldschmiedekunst und ein Symbol für ausschweifenden Luxus.