Kriminalität

Louvre nach Streik wegen Taschendieben wieder geöffnet

Nach einem Streik der Louvre-Mitarbeiter wegen aggressiven Taschendieben hat das weltberühmte Pariser Museum am Donnerstag wieder seine Pforten geöffnet.

Rund 20 Polizisten waren zusätzlich zu dem üblichen Sicherheitspersonal im Einsatz, um Taschendiebe abzuschrecken, wie die Louvre-Leitung mitteilte. Am Mittwoch hatten die Bediensteten des Louvre aus Protest gegen Angriffe von Dieben ihre Arbeit niedergelegt; das Museum, das jährlich zehn Millionen Besucher empfängt, musste deswegen einen Tag lang schließen.

Gewerkschaften beklagen ein immer aggressiveres Verhalten von organisierten Diebesbanden. Im Louvre mit seinen insgesamt rund tausend Museumswärtern, Sicherheitsleuten und Empfangspersonal gehen viele Bedienstete inzwischen „mit einem Gefühl der Angst im Bauch“ zur Arbeit, wie Christelle Guyader von der Gewerkschaft SUD berichtete. Bedienstete hätten sich über „Anspucken, Beleidigungen, Bedrohungen und Schläge“ durch die Diebesbanden beschwert.

Die häufig minderjährigen Taschendiebe kommen kostenlos in das weltberühmte Museum, da für Besucher unter 26 Jahren kein Eintritt verlangt wird. Werden sie von der Polizei gefasst, werden sie nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gelassen. Das Kulturministerium will nun mit dem Innenministerium über eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen beraten.