Ermittlungen

LKA ermittelt wegen Anschlag auf Til Schweigers Villa

Nach den Anschlägen auf die Villa des Schauspielers und Filmproduzenten Til Schweiger und das Auto seiner Freundin hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Die Polizei geht mittlerweile von einer politisch motivierten Tat aus. Am Montag hatte sich eine Gruppe namens „die Tatortverunreiniger_innen“ per Bekennerschreiben zu den Taten bekannt: Dabei wurden das Auto, ein Mini Cooper, angezündet und sechs mit weißer Farbe gefüllte Marmeladengläser gegen die Fassade der Rotklinkervilla geworfen. Nach Informationen der „Bild“ sollen sich Schweigers Kinder Luna und Valentin zur Tatzeit im Haus befunden haben.

Das Bekennerschreiben, das in der Redaktion der Tageszeitung „Hamburger Morgenpost“ eingegangen war, sei am Montagabend von Spezialisten des Landeskriminalamtes in Empfang genommen worden, sagte Polizeisprecherin Sandra Levgrün. Es gehe jetzt in die Ermittlungen ein. „Es gibt keine Hinweise darauf, dass es nicht echt sei.“ In dem Schreiben wird dem Schauspieler vorgeworfen, mit seinem Film „Schutzengel“ den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan zu verherrlichen. Schweiger selbst ist Kriegsdienstverweigerer. Zwar leistete er kurzzeitig Dienst an der Waffe, verweigerte dann aber aus Gewissensgründen und leistete seinen Zivildienst in einem Krankenhaus ab. Der 49-Jährige und seine Freundin kommentierten die Vorfälle bislang nicht.

In der Nachbarschaft hingegen sitzt der Schock noch tief: „Es ist einfach bedauerlich“, sagte eine Nachbarin. Dabei spiele es für sie keine Rolle, ob das Opfer prominent sei. „Wir leben hier sehr friedlich.“, sagte sie. Sie kenne ihren berühmten Nachbar persönlich. Er sei jüngst vorbeigekommen, um sich vorzustellen.

( BM )