Unglück

Zehntausende in Großbritannien wegen Schnee ohne Strom

Wegen des starken Schneefalls in Großbritannien sind am Montag weiter Zehntausende Einwohner von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen.

In Schottland waren fast 18.000 Menschen vom Stromausfall betroffen, wie die Behörden mitteilten. Die Mitarbeiter des örtlichen Stromlieferanten hatten große Mühe, einige abgelegene ländliche Gegenden zu erreichen. Besonders schwierig war die Lage auf der Insel Arran, wo die Stromversorgung bereits vor einigen Tagen vollständig zum Erliegen kam. Mit Fähren wurden Stromgeneratoren auf die Insel gebracht, um eine Notversorgung sicherzustellen.

In Schottland waren am Montag noch 5000 Haushalte ohne Strom, nachdem Masten unter der Last von Schnee und Eis zusammengestürzt waren. Die Behörden kündigten an, es könne noch bis Freitag dauern, bis alle Leitungen wieder intakt seien. Immerhin ließ der Schneefall am Montag nach. Der Wetterdienst Met Office kündigte jedoch an, dass die eisigen Temperaturen noch bis mindestens Karfreitag bleiben würden. „Der bitterkalte Ostwind wird anhalten und Schneefälle im Nordosten und Schneeschauer in anderen Regionen des Landes bringen“, hieß es im Wetterbericht

In Berlin ist der Höhepunkt der Kältewelle überschritten. Jürgen Schmidt Diplom-Meteorologe und Geschäftsführer der Firma WetterKontor sagte der Berliner Morgenpost, zumindest die Tiefsttemperaturen in der Nacht würden nun steigen. „Zweistellige Minusgrade wie am Wochenende bekommen wir jetzt nicht mehr. Allerdings wird es tagsüber auch nur ganz allmählich etwas milder. Frühlingswetter mit Temperaturen über zehn Grad ist noch nicht in Sicht.“ Bis es soweit ist, wird es noch etwas dauern. „Zumindest wenn man sich Temperaturen um 15 Grad wünscht“, sagt Schmidt. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Sonne wieder zurückzieht. Zwar seien sich die Wettermodelle zurzeit noch nicht sicher, „aber an Ostern und auch in der Aprilwoche sind die Chancen dafür praktisch Null.“