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Deutschland: Baby-Entführer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt ++ Frankreich: Napoleons Verlobungsring für Joséphine versteigert ++ Indien: Mutmaßlicher Vergewaltiger ins Krankenhaus gebracht

Baby-Entführer zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt

Rund acht Monate nach der spektakulären Entführung eines Babys in Tschechien ist ein Paar am Montag zu Haftstrafen von jeweils viereinhalb Jahren verurteilt worden. Die 48-Jährige und ihr 51 Jahre alter Lebensgefährte hatten nach Überzeugung des Koblenzer Landgerichts die wenige Wochen alte Michala im Juli 2012 im tschechischen Ústí nad Labem vor den Augen ihrer Mutter aus einem Kinderwagen entführt. Außerdem hatten sie zuvor mehrere Autos gestohlen und weiterverkauft. Sie müssen nicht nur in Haft, sondern sollen der tschechischen Mutter des Babys auch ein Schmerzensgeld von insgesamt 5000 Euro zahlen.

Napoleons Verlobungsring für Joséphine versteigert

Der Verlobungsring von Napoleon Bonaparte für seine erste Frau Joséphine de Beauharnais hat bei einer Versteigerung in Frankreich einen unerwartet hohen Preis erzielt. Ein Käufer zahlte für den Goldring mit einem Durchmesser von 18 Millimetern gestern 896.000 Euro. Das Schmuckstück war zuvor auf 8000 bis 12.000 Euro geschätzt worden. Der Ring ist besetzt mit einem Diamanten und einem Saphir, beide in Birnenform. Napoleon hatte die einflussreiche Witwe Joséphine 1796 einen Monat nach der Verlobung geheiratet. Sie half ihm, das Kommando über den Italien-Feldzug zu erhalten, dessen Erfolg der Beginn seines rasanten Aufstiegs wurde.

Mutmaßlicher Vergewaltiger ins Krankenhaus gebracht

Ein Angeklagter im Fall der tödlichen Gruppenvergewaltigung einer jungen Inderin ist am Montag ins Krankenhaus eingeliefert worden. Mukesh Singh habe auf dem Weg vom Gefängnis in den Gerichtssaal über Brustschmerzen geklagt und sei daher ins Krankenhaus gebracht worden, berichtete die Nachrichtenagentur Press Trust of India unter Berufung auf den Staatsanwalt Dayan Krishnan. Die Fortsetzung des Prozesses in Neu Delhi sei daher zunächst auf den Nachmittag verschoben worden. Mukesh Singh ist der Bruder des in dem Fall ebenfalls angeklagten Ram Singh, der vor zwei Wochen in seiner Zelle tot aufgefunden worden war. Nach Angaben der Behörden erhängte sich der 34-Jährige an einem aus seinen Kleidern gefertigten Strang.