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Tänzer aus Leidenschaft

Absolutismus In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts beginnt Katharina von Medici, das Ballett zu fördern. Bald wird es am französischen Hofe zur allegorischen Darstellung absolutistischer Ideen genutzt. Ludwig XIV., ein leidenschaftlicher Tänzer, tanzt im „Ballet royal de la nuit“ (1653) die aufgehende Sonne – und wird der Sonnenkönig. Im Verlauf des 17. Jahrhunderts wird aus dem Hofvergnügen ein künstlerischer Beruf, eigenständige Ballettwerke entstehen. Der Franzose Jean-Georges Noverre verfasst die von Lessing ins Deutsche übersetzten „Lettres sur la Danse et sur les Ballets“ (1769). „La fille mal gardée“ von 1789 und die „Giselle“ von 1841 gehören zu den ältesten klassischen Balletten, die bis heute getanzt werden. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts macht St. Petersburg Frankreich den Rang als europäisches Zentrum des Balletts streitig. Marius Petipa gründet dann auch eine eigene russische Linie und führt das zaristische Ballett zur Weltgeltung, mit „Dornröschen“, „Die Bajadere“, „Schwanensee“, „Nussknacker“. Anna Pawlowa, Marina Semjonowa, Maja Plssezkaja und Galina Ulanowa gehören zu den berühmtesten russischen Ballerinen-Legenden.