Tradition

Flirt nicht ausgeschlossen

Pünktlich auf die Minute ist am Donnerstag um 11.11 Uhr wieder der karnevalistische Frohsinn ausgebrochen.

In Düsseldorf stürmten die Möhnen (närrischen Frauen) an Weiberfastnacht das Rathaus und nahmen den Bürgermeister gefangen. In Köln ließ das Dreigestirn die Narren los. In Mainz gingen die Weiber auf Krawattenjagd. Zehntausende feierten in den Straßen und auf den Plätzen der Karnevalshochburgen – sangen, tranken und flirteten. Weil es ziemlich kalt war, blieben die Besucherzahlen etwa in Köln hinter den Erwartungen zurück. Die Polizei hatte weniger zu tun als in den Vorjahren. „Es ist wirklich ruhiger“, sagte eine Sprecherin. Bis zum Nachmittag gingen die Beamten unter anderem gegen 114 Wildpinkler vor (112 Männer, 2 Frauen). Nordrhein-Westfalens Polizei kündigte für die „Tollen Tage“ zusätzliche Alkohol- und Drogenkontrollen an. In den rheinland-pfälzischen Städten Trier und Bad Kreuznach war Alkohol auf öffentlichen Plätzen verboten.