Unglück

Mindestens 32 Tote bei Explosion in Mexiko-Stadt

Die Ursache der Detonation ist noch nicht bekannt

Eine Explosion in der Zentrale des staatlichen mexikanischen Ölkonzerns Petróleos Mexicanos (Pemex) hat mindestens 32 Menschen das Leben gekostet. Bei der Detonation am Donnerstag in Mexiko-Stadt wurden nach Angaben des Generaldirektors von Pemex, Emilio Lozoya, zudem 121 Menschen verletzt. Zuvor war von mindestens 25 Toten und 101 Verletzten die Rede gewesen.

Es werde weiter nach verschütteten Menschen unter den Trümmern gesucht, sagte Lozoya auf einer Pressekonferenz am Freitag. Die genaue Ursache der Explosion im Keller des Gebäudes werde noch geprüft. Pemex-Quellen hatten von einer Überhitzung der Kühlanlage des Gebäudes berichtet.

Lozoya erklärte, dass Pemex die Erdölproduktion von täglich 2,57 Millionen Barrel trotz der Evakuierung des Verwaltungsgebäudes ununterbrochen fortführen werde. Die ganze Nacht über bargen Polizisten und spezielle Trümmersucheinheiten Tote und Verletzte. Auch Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong und Präsident Enrique Peña Nieto eilten zum Unglücksort und sprachen den Angehörigen ihr Beileid aus. „Wir werden genau ermitteln, und wenn es dafür Verantwortliche gibt, werden sie mit der ganzen Härte des Gesetzes bestraft“, sagte Peña Nieto.

Der 214 Meter und 54 Etagen hohe Gebäudekomplex war evakuiert worden, die Straßen der Umgebung wurden gesperrt. Der 1984 eröffnete Pemex-Tower, das zweithöchste Gebäude in Mexiko-Stadt, gilt als besonders erdbebensicher. Es konnte dem Beben der Stärke 8,2 von 1985 ohne Schäden widerstehen. Der Turm ist eines der Wahrzeichen von Mexiko-Stadt und weithin sichtbar. Er beherbergt die Verwaltung des Erdölkonzerns. Dort arbeiten täglich 10.000 Menschen. Die Explosion ereignete sich kurz vor Büroschluss in einem der beiden Nebengebäude, in dem laut Lozoya 1700 Menschen arbeiteten.