Schusswaffen

Schon wieder Schüsse in Aurora – Vier Tote in Wohnhaus

Ein halbes Jahr nach dem Amoklauf mit zwölf Toten ist die Stadt Aurora (US-Staat Colorado) erneut von einem schrecklichen Verbrechen erschüttert worden.

– Ein 33-jähriger Mann hatte sich am Sonnabendmorgen in einem Wohnhaus verbarrikadiert und mutmaßlich drei Menschen getötet, bevor er dann selbst von der Polizei erschossen wurde. Die Hintergründe der Tat blieben zunächst unklar. Medienberichten zufolge sind die Opfer der Schwiegervater des Schützen, eine Schwägerin und deren Freund. Eine Frau – offenbar die Ehefrau des Täters – habe flüchten können und die Polizei alarmiert, berichtete die „Denver Post“.

Demnach versuchten die Polizisten vergeblich, den Mann zur Aufgabe zu bewegen. Sie hätten schließlich nach sechs Stunden Tränengaspatronen ins Haus geschossen und das Gebäude gestürmt, nachdem der Mann aus einem Fenster im ersten Stock auf sie geschossen habe. Der Täter sei von Polizisten getötet worden. Im Erdgeschoss entdeckten die Beamten die drei Leichen.

In der Stadt Aurora mit rund 300.000 Einwohnern hatte der mutmaßliche Todesschütze James Holmes im vergangenen Juli in einem Kino während der Premiere des jüngsten „Batman“-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Gegen den Studenten der Neurowissenschaften läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mords droht ihm die Todesstrafe. Die Tat hatte die Waffendebatte in den USA wieder angefacht. Die Diskussion intensivierte sich im Dezember nach dem Amoklauf in einer Grundschule im Bundesstaat Connecticut, wo der Schütze 20 Kinder und sechs Mitarbeiter der Schule tötete.