Unglück

31-Jähriger gerät an Tankstelle in Flammen

Offenbar lösten eine Zigarette und Benzin den Brand aus

Ein 31-Jähriger hat bei einem rätselhaften Unfall an einer Hamburger Tankstelle lebensgefährliche Brandverletzungen erlitten. Der Mann hatte am Dienstagabend in der Tankstelle Zigaretten und ein Feuerzeug gekauft, wie die Polizei berichtete. Dabei habe er laut Zeugenaussagen nach Benzin gerochen – ohne jedoch vorher seinen Wagen betankt zu haben. Anderen Aussagen zufolge hatte sich der Mann während des Tankens versehentlich mit Sprit bespritzt. An der Kasse bezahlte er nicht nur das Benzin, sondern kaufte auch Zigaretten. Unmittelbar nachdem er vom Tankstellengelände gefahren war, so vermutet die Polizei, steckte er sich eine Zigarette an und setzte dabei seine Kleidung in Brand.

Es war eine dramatische Szene, die sich am ersten Weihnachtstag gegen 20 Uhr vor der Tankstelle abspielte. Nachdem der Autofahrer Feuer gefangen hatte, verlor er die Kontrolle über seinen VW Passat. Der Wagen raste über den Bürgersteig und prallte gegen den Pfeiler der Anzeigentafel der Tankstelle. Dann sprang der Fahrer aus seinem Auto und rannte brennend die Straße entlang. Kurz darauf habe das Auto komplett gebrannt. Zeugen sahen laut einem Bericht des „Hamburger Abendblatts“, wie sich der Mann seine brennende Jacke vom Körper riss und ein Stück weiter zusammenbrach. Unter Notarztbegleitung kam der Mann in ein nahe gelegenes Krankenhaus. Wie ein Polizeisprecher berichtete, schwebt der Mann noch immer in Lebensgefahr. Seine Haut sei im Gesicht und am Oberkörper großflächig verbrannt. Außerdem habe er ein Inhalationstrauma erlitten.

Die Ermittler gehen derzeit noch davon aus, dass es in dem Wagen zu einer Verpuffung gekommen war, bei der die Kleidung des 31-Jährigen in Brand geriet. Die Ursache dafür war zunächst noch ungeklärt. Auch warum der Mann nach Benzin roch, ließ sich bis Mittwochmittag nicht endgültig klären.