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Designer Starck lässt Steve Jobs’ Yacht beschlagnahmen

Die Super-Yacht des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs kann den Amsterdamer Hafen wegen eines Millionenstreits nicht verlassen.

Im Auftrag des französischen Designers Philippe Starck beschlagnahmte ein Gerichtsvollzieher die „Venus“, wie Starcks Anwalt Roelant Klaassen sagte. Der Designer fordert drei Millionen Euro von Jobs’ Erben. Jobs war 2011 gestorben. „Sie haben seine Rechnung noch nicht vollständig bezahlt“, sagte der Anwalt.

Starck hatte jahrelang gemeinsam mit Jobs den Bau der fast 80 Meter langen Yacht geplant. Sie hätten ein Honorar von neun Millionen Euro, sechs Prozent des geschätzten Baupreises von 150 Millionen Euro vereinbart, sagte der Anwalt. „Es gab aber nie einen schriftlichen Vertrag.“ Nach Ansicht der Erben sollte der Designer aber sechs Prozent der echten Gesamtkosten erhalten, die „Venus“ war mit 105 Millionen Euro billiger als geschätzt.

Die Yacht, die mithilfe von sieben iMacs gesteuert werden soll, war vor zwei Monaten vom Stapel gelaufen und der Witwe von Jobs übergeben worden. Der Starck-Anwalt rechnet mit einer schnellen Einigung. „Sobald eine Bankgarantie der amerikanischen Anwälte vorliegt, kann sie auslaufen.“