Kriminalität

Schlechter Scherz: Polizei dringt bei Justin Bieber ein

13-Jähriger soll zahlreiche Notrufe fingiert haben

Es ist ein hinterhältiger Trick, und er hält Hollywoods Prominenz seit Monaten in Atem. Mit fingierten Notrufen lotsen die Täter Spezialeinsatzkommandos zu den Häusern der High Society von Los Angeles. „Swatting“ heißt der Trend, nach den Swat-Teams (Special Weapons And Tactics) der Polizei. Jetzt nahmen Fahnder einen erst 13-Jährigen fest, der für einige der Notrufe verantwortlich sein soll.

Und so funktioniert Swatting: Ein anonymer Anruf geht in der Polizeizentrale ein. Der Anrufer meldet einen Einbruch, der zum Zeitpunkt des Anrufs noch anhält. Somit wird der Fall automatisch an das Swat-Team der Polizei weitergeleitet. Die Sondereinheit fährt sodann mit gepanzerten Fahrzeugen und schwerer Bewaffnung zum vermeintlichen Tatort, in der Annahme, auf Einbrecher zu stoßen.

Der jetzt festgenommene Junge sei „sehr clever, wenn es um den Umgang mit Computern gehe“, sagte ein Sprecher der Polizei von Los Angeles. Der 13-Jährige habe mit spezieller Technologie die Gehörlosenleitung der Polizei in Los Angeles benutzt – und so zum Beispiel einen Notruf über einen angeblichen Einbruch im Haus des Teenie-Idols Justin Bieber abgesetzt. Ein bewaffneter Einbrecher befinde sich im Haus, hieß es. Wenige Minuten später brach das Swat-Team die verschlossene Wohnungstür auf, die Spezialeinheit durchkämmte mit gezogenen Waffen das Haus nach Eindringlingen. Eine aufgeschreckte Haushälterin klärte die Beamten schließlich auf, dass Bieber auf Tour und vom Haus kein Anruf ausgegangen sei.

In der Vergangenheit waren zahlreiche solcher vermeintlichen Notrufe in der Polizeizentrale von Los Angeles eingegangen, die das Swat-Kommando auch zu den Häusern der Schauspieler Ashton Kutcher, Miley Cyrus und Charlie Sheen sowie „X-Factor“-Erfinder Simon Cowell ausrücken ließ.