Wintereinbruch

30 Zentimeter Schnee: Skisaison beginnt im Süden

Überraschung in Berlin. Unfälle in Norddeutschland

Auf dem Feldberg im Schwarzwald gingen erstmals die Skilifte in Betrieb. Bei rund 30 Zentimeter Schnee und strahlend blauem Himmel nutzten Tausende Wintersportler die Schwarzwaldpisten. Auch Bayern startete in die Skisaison. Dort öffneten auf mehr als 1000 Meter Höhe die Lifte im Oberallgäu. Nach Angaben des Tourismusverbandes Allgäu lagen in der Region rund 40 Zentimeter Schnee. Der Deutsche Wetterdienst in München versprach zum nächsten Wochenende sinkende Schneefallgrenzen. Allerdings soll es auch trockener werden.

Bei Sonnenschein und Schnee vergnügten sich derweil auch im sächsischen Mittelgebirge die ersten Ski- und Schlittenfahrer. Im Sauerland reichte es dagegen meist nur zur Schneeballschlacht. Die Skigebiete der Region wurden künstlich beschneit. Nördlicher, auf dem Brocken im Harz, lagen immerhin elf Zentimeter – genug zum Rodeln. Der Schnee kam schließlich im Flachland an – in Berlin fielen die ersten Flocken. Auf dem bei Touristen beliebten Trödelmarkt an der Straße des 17. Juni brachten überraschte Händler hektisch ihre Ware in Sicherheit. Die Pracht verzog sich in der Hauptstadt jedoch schnell. Am Sonntagabend und in der Nacht zu Montag erwarteten die Meteorologen an der Spree das nächste Weiß.

Der Wintereinbruch hatte vor allem im Norden aber wieder auch Schattenseiten. Auf schneeglatten Fahrbahnen kam es in Schleswig-Holstein zu mehreren Unfällen. In Ellingstedt kam ein Taxifahrer von der Fahrbahn ab. Das Fahrzeug überschlug sich, der 48-Jährige wurde schwer verletzt, sein Fahrgast leicht. In Prohn bei Stralsund starb ein junger Mann. Der 22-Jährige hatte auf einer glatten Straße gelegen. Ein 23-jähriger Autofahrer sah ihn bei einsetzendem Schneefall zu spät und überfuhr ihn.