Eklat

Sicherheitspanne bei PR-Kampagne für Prinz William

Fotos zeigen hochsensible Daten der Luftwaffe

Es sollten Fotos werden, die Prinz William in seinem Alltag als Hubschrauberpilot bei der britischen Luftwaffe zeigen. Einen netten, nahbaren Kerl präsentieren, der sein Bett noch selber machen kann und sich nicht zu schade ist, seinen Kameraden einen Tee zu kochen.

Ein Fotograf des britischen Verteidigungsministeriums begleitete den 30-Jährigen und setzte ihn dafür in verschiedene Posen. Gedacht waren die Aufnahmen für die neue Webseite des Thronfolgers. Doch was weder der tüchtige William in Uniform, noch sein Fotograf beachteten: Im Hintergrund der Fotos waren zum Beispiel auf Computerbildschirmen hochsensible und streng vertrauliche Informationen der britischen Luftwaffe zu sehen. Ebenfalls enthielten die Bilddateien vertrauliche Informationen des britischen Verteidigungsministeriums. Mit nur einem Klick sollen Benutzernamen, Passwörter und Strategiepläne zu sehen gewesen sein. Noch bevor der Eklat auffiel, wurden die Fotos medienwirksam an die großen Blätter der Landes verteilt. Besonders auf einem Foto waren unerwünscht viele Details zu sehen. Es zeigt Prinz William an einem Schreibtisch, die Augen konzentriert auf den Bildschirm gerichtet, eine Kugelschreiberspitze zwischen die Zähne geklemmt. Nicht nur auf dem Bildschirm im Vordergrund waren pikante Daten zu sehen. Auch an dem unbesetzten Schreibtisch im Hintergrund, an dem ebenfalls ein aktiver Computerbildschirm zu sehen ist, konnte man schon auf dem ersten Blick interne Informationen entnehmen. Auf offizieller Seite bemüht man sich nun um Schadensbegrenzung. Der englischen „Sun“ erklärte ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums die Panne. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung seien noch nicht alle Fotos offiziell freigegeben worden. „Die Benutzernamen und Passwörter, die auf den Aufnahmen zu sehen waren, wurde nun aber erneuert“, fügte der Sprecher hinzu.