Kollision

Schiffsunglück in Hongkong: 38 Menschen sterben

Nach dem schwersten Schiffsunglück in Hongkong seit mehr als 40 Jahren haben die Ermittlungen zur Unglücksursache begonnen.

– Experten untersuchten am Mittwoch das an einen Strand geschleppte Wrack des gesunkenen Vergnügungsboots. Bei dem Zusammenstoß am Montag waren mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen und mehr als hundert weitere verletzt worden.

Das Unglück hatte sich am chinesischen Nationalfeiertag ereignet. Die Fähre „Sea Smooth“, die Hongkong mit der drei Kilometer entfernten Insel Lamma verbindet, stieß mit dem Vergnügungsboot „Lamma IV“, zusammen. Das Schiff des Energieunternehmens Hong Kong Electric hatte 120 Menschen an Bord, die ein Feuerwerk zum Nationalfeiertag sehen wollten.

Nach der Kollision sank das Schiff binnen weniger Minuten, die Fähre erreichte sicher den Hafen von Lamma. Rettungskräfte suchten anschließend mit Hubschraubern und Booten die Nacht über das Wasser nach Überlebenden und weiteren Todesopfern ab. Taucher suchten in dem gesunkenen Schiff nach eingeschlossenen Passagieren.

Die Regierung von Hongkong teilte mit, 30 Menschen seien noch am Unfallort gestorben, acht weitere seien im Krankenhaus für tot erklärt worden. Nach offiziellen Angaben starben auch mindestens fünf Kinder. Es war das schwerste Schiffsunglück in Hongkong seit 1971, als beim Untergang einer Fähre während eines Taifuns 88 Menschen ums Leben kamen.

Regierungschef Leung Chun Ying besuchte am Dienstag Überlebende im Krankenhaus und kündigte eine Untersuchung des Unfalls an. Er rief eine dreitägige Staatstrauer ab Donnerstag aus.