Unglück

Kaum Hoffnung auf Überlebende im Himalaja

Eine Lawine hatte in Nepal zwei Camps begraben

Die Suche nach Vermissten bei dem Lawinenunglück im Himalaja, zwei Franzosen und ein Kanadier, ist am Montag ausgesetzt worden und werde womöglich nicht mehr aufgenommen, sagte der Vizepräsident der französischen Bergführergewerkschaft SNGM, Christian Trommsdorff, unter Berufung auf Informationen aus dem Basislager der Bergführer auf dem 8156 Meter hohen Manaslu. Elf Leichen seien geborgen worden, sagte der Präsident der Nepalesischen Bergsteigervereinigung, Zimba Jangbu Sherpa, am Montag. Ein Mensch sei im Krankenhaus in Kathmandu gestorben, fünf Menschen würden noch vermisst.

18 Bergsteiger seien nach Samagaon, den vom Basislager aus nächsten Ort, gebracht worden. Zu den Toten gab es am Montag noch widersprüchliche Angaben. Französische Medien hatten am Sonntag berichtet, unter den Opfern des Lawinenabgangs vom Sonntag seien vier Franzosen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa verunglückte auch ein Italiener tödlich. Sherpa sagte zu den abweichenden Angaben: „Genaue Einzelheiten sind schwierig zu bestätigen, weil wir unterschiedliche Zahlen aus unterschiedlichen Quellen bekommen haben.“ Das Tourismusministerium in Kathmandu teilte mit, unter den bislang identifizierten Toten seien neben dem Deutschen auch ein Spanier und ein Nepalese. Bei dem deutschen Opfer handelt es sich um einen 42-Jährigen aus dem Raum Dingolfing.

Plötzlicher Sonnenschein hatte die Lawine auf dem achthöchsten Berg der Welt ausgelöst. Die Schneemassen begruben zwei Camps in etwa 7000 Meter Höhe. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte den Tod eines Deutschen. Zwei weitere Deutsche seien verletzt worden. Die deutsche Botschaft in Kathmandu stehe mit den nepalesischen Stellen in Kontakt und sei „um Aufklärung bemüht, ob noch weitere deutsche Staatsbürger betroffen sind“. BM