Anschlag

„Batman“-Amoklauf: Opfer verklagen Kino-Betreiber

Zwei Monate nach dem blutigen Amoklauf in einem Kino von Colorado haben mehrere Verletzte die Betreiber des Filmtheaters wegen gravierender Sicherheitsmängel verklagt.

Die beiden am Freitag in Denver eingereichten Klagen werfen den Betreibern grobe Nachlässigkeit vor, wie die Lokalzeitung „The Denver Post“ berichtet: So sollen sie während der Premiere des neuen „Batman“-Films im Kino von Aurora keine Wachleute abgestellt haben, die Türen, durch die der Amokschütze in den Saal eingedrungen sein soll, hatten demnach keinen Alarm und der Parkplatz hinter dem Kino keine Überwachung.

Erst kürzlich hat die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen den mutmaßlichen Amokläufer um zehn Punkte ausgeweitet. Sie gab allerdings ihre Bemühungen auf, ein möglicherweise aufschlussreiches Notizbuch einsehen zu dürfen, das Holmes nur Tage vor dem Amoklauf seiner Psychiaterin geschickt haben soll. Die Verteidigung war strikt dagegen und verwies auf die ärztliche Schweigepflicht. Mit einem Prozessbeginn wird in diesem Jahr nicht mehr gerechnet.

Der mutmaßliche Todesschütze James Holmes hatte in der Nacht zum 20. Juli in einem Kino in Aurora während der „Batman“-Premiere zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt. Gegen den 24-jährigen Studenten der Neurowissenschaften läuft derzeit ein Gerichtsverfahren, bei einer Verurteilung wegen Mordes droht ihm die Todesstrafe. Während der Anhörungen wirkte Holmes verwirrt und geistesabwesend. Laut dem Zeitungsbericht richten sich die Klagen gegen die Muttergesellschaft des Kinos, Cinemark USA.