Angst vor Anfeindungen

Bettina Wulff will doch nicht mehr reden

Sie sagt alle Auftritte ab aus Angst vor Anfeindungen

Nach einer Medienoffensive zieht sich die ehemalige First Lady Bettina Wulff vorerst wieder aus der Öffentlichkeit zurück. Wulff sagte Fernsehauftritte ab und zog bereits geführte Interviews vor der Veröffentlichung zurück, wie am Wochenende bekannt wurde. Zuvor hatte die 38-jährige Ehefrau von Ex-Bundespräsident Christian Wulff mit ihrer Buchveröffentlichung und zahlreichen Interviews für Schlagzeilen gesorgt. Wulff sagte unter anderem einen für Dienstag geplanten Auftritt in der ARD-Talkshow „Menschen bei Maischberger“ ab. Sie habe sich entschlossen, derzeit keine Medientermine wahrzunehmen, hieß es auf der Internetseite der Sendung. Auch auf der Gästeliste der Talksendung „3 nach 9“, bei der sie eigentlich am Freitag erwartet wurde, stand Wulffs Name nicht mehr.

Die frühere First Lady stehe auch für Lesereisen und Signierstunden in Buchhandlungen nicht zur Verfügung. Andere Fernsehauftritte seien bis auf Weiteres nicht geplant. Gründe für den Rückzug seien das Drängen ihres Ehemanns sowie „Furcht vor weiteren öffentlichen Anfeindungen“. In einem Buch und mehreren Interviews hatte Bettina Wulff in den vergangenen Tagen Auskunft über die vergangenen Jahre gegeben. Dabei hatte sie auch von erheblichen Belastungen ihrer Ehe durch die Vorgänge vor dem Rücktritt ihres Mannes Christian Wulff als Bundespräsident berichtet sowie von Besuchen bei einem Paartherapeuten. Sie wehrt sich zudem juristisch gegen Gerüchte über ein angebliches Rotlichtvorleben.