Polizei

Neue Erkenntnisse im Vierfachmord in den französischen Alpen

Bei der Aufklärung des Vierfachmordes in den französischen Alpen sind die Ermittler möglicherweise einen Schritt weitergekommen.

Die Behörden gingen davon aus, dass die Gründe für das Verbrechen im Umfeld der Opfer-Familie in Großbritannien zu suchen seien, sagte Staatsanwalt Eric Maillaud. „Die Gründe liegen zweifelsohne in diesem Land“, sagte er. Am Mittwoch vergangener Woche waren in den Alpen bei Annecy ein 50 Jahre alter Brite mit irakischen Wurzeln, seine Frau und seine Schwiegermutter sowie ein Fahrradfahrer aus Frankreich erschossen worden. Eine siebenjährige Tochter der Familie wurde angeschossen und schwer verletzt, ihre vier Jahre alte Schwester überlebte körperlich unverletzt. Der Familienvater Saad al-Hilli hatte als Computer-Ingenieur freiberuflich für mehrere Firmen gearbeitet. Zu den Auftraggebern sollen auch Unternehmen gehört haben, die etwa in der Satellitentechnik tätig sind. In Berichten war gemutmaßt worden, in dem beruflichen Umfeld des Mannes könne ein mögliches Motiv für den Mord liegen. Außerdem wurde über einen Erbschaftsstreit mit seinem Bruder spekuliert. Dabei soll es um mehrere Immobilien, unter anderem im Irak und in Spanien, gegangen sein. Die französischen Ermittlungsbehörden arbeiten mit 40 Beamten an dem Fall.