Unglück

Ursache für schwere Flugunfälle noch immer unklar

Drei Menschen starben, zwei schweben in Lebensgefahr

Nach den beiden Unfällen bei Flugfesten am Sonntag in Baden-Württemberg mit drei Toten ist die Unfallursache noch unklar. Sowohl in Metzingen als auch in Backnang setzten Gutachter am Montag die Untersuchung der Unfälle fort, wie die Polizei mitteilte. Nach wie vor schwebten zwei schwer verletzte Menschen in Lebensgefahr. In Backnang waren Sonntagnachmittag zwei Menschen ums Leben gekommen, als bei einem im Rahmen des dortigen Flugplatzfests angebotenen Rundflugs ein einmotoriges Sportflugzeug vom Typ DR 400 Robin abstürzte. Wie inzwischen ermittelt werden konnte, handelt es sich bei den beiden Toten um den 67 Jahre alten Piloten des Flugzeugs und um ein 15-jähriges Mädchen. Die beiden weiteren Passagiere – die 44-jährige Mutter des getöteten Mädchens und ein 30-jähriger Mann – schwebten am Montag noch immer in Lebensgefahr.

Das Flugzeug war unmittelbar nach dem Start aus einer Höhe von etwa 20 bis 30 Metern abgestürzt. Zuvor war es noch in der Luft zur Seite gekippt. Nach dem Aufprall auf den Boden hatte es sofort Feuer gefangen, teilte ein Polizeisprecher mit. Wie es zu dem Absturz kommen konnte, war am Montag ebenso noch unklar wie die Ursache für den Absturz eines Hubschraubers in Metzingen. Wie eine Polizeisprecherin sagte, werde es wohl noch einige Tage dauern, bis feststehe, ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen des Piloten dafür verantwortlich war. Der Hubschrauber war beim Fliegerbergfest in Metzingen bei einer Vorführung aus geringer Höhe auf die Seite gestürzt. Umherfliegende Trümmerteile trafen unter den Zuschauern einen 38-jährigen Familienvater und verletzten diesen tödlich. Der 67-jährige Pilot verstarb noch an der Unfallstelle, eine Insassin auf dem Weg ins Krankenhaus. Nach Angaben des Sprechers war es bereits im vergangenen Jahr zu einem Unfall auf dem Flugplatzfest gekommen.