Ermittlungen

Waterboarding: Nahtod-Studien des US-Kinderarztes

Ein für Nahtod-Studien bekannter Kinderarzt hat nach Einschätzung der US-Polizei seine elfjährige Stieftochter mehrfach dem sogenannten Waterboarding ausgesetzt.

- Wie aus einem Dokument der Ermittler im Staat Delaware hervorgeht, könnte der brutale Einsatz der von Menschenrechtlern als Folter eingestuften Methode sogar mit der wissenschaftlichen Arbeit des Mediziners in Zusammenhang stehen. Ein Anwalt des 58-jährigen Melvin M. wies die Anschuldigungen als "reinste Spekulation" zurück.

Bei der umstrittenen Methode des Waterboarding wird Ertrinken simuliert und damit ein Gefühl von Todesgefahr ausgelöst. Die Sicherheitsbehörden der USA haben sie etwa bei Terrorverdächtigen angewandt. Der Kinderarzt aus der Kleinstadt Dover soll sie seit 2009 mindestens vier Mal zur Züchtigung eingesetzt haben. Der Vater habe selbst von Waterboarding gesprochen als er ihr Gesicht unter einen laufenden Wasserhahn gehalten habe, sagte das elfjährige Mädchen Gerichtsunterlagen zufolge in einer Befragung. Ihre Mutter habe in einigen Fällen zugesehen, ohne einzugreifen.