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Alpenverein: "Unfassbares Glück"

Experten Den Sturz in eine metertiefe Gletscherspalte zu überleben ist nach Ansicht des Deutschen Alpenvereins (DAV) mit sehr viel Glück verbunden - vor allem, wenn Bergsteiger allein unterwegs sind. "Erst einmal muss man den Sturz an sich überleben", sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher. Schneeschichten, so genannte Schneebrücken, könnten den Sturz in die Spalte abfedern.

Schneebrücke Der 70-jährige Mann aus Bayern, der nach einer Woche in den Alpen gerettet worden war, ist wohl über solche Schneebrücken in die Gletscherspalte gerutscht. "Das ist ein unfassbares Glück", betonte Bucher. Noch gefährlicher als der Sturz in die Spalte sei jedoch die Zeit danach. "Es gibt genügend Menschen, die nie mehr gefunden worden sind", sagte der 43-Jährige.

Zufall In dem riesigen Areal mit etlichen Spalten sei es "unheimlich schwierig", abgestürzte Bergsteiger zu finden. "Das ist ein irrsinniger Zufall." Wie lange ein Unfallopfer bei null Grad Celsius überlebe, hänge vor allem von der Kleidung ab. Ähnliche Fälle seien ziemlich selten. "Eine Woche ist schon sehr außergewöhnlich", sagte er. So etwas komme höchstens alle drei bis vier Jahre einmal vor.