Amoklauf

Tote bei Schießerei an texanischer Universität

Täter sollte sein Haus räumen, feuerte auf Polizisten

- Eine Schießerei in der Nähe des Geländes der A&M Universität im US-Staat Texas hat am Montagmittag mindestens einem Polizisten und einem Zivilisten das Leben gekostet. Der Schütze sei angeschossen worden und später seinen Verletzungen erlegen, sagte der stellvertretende Polizeichef im Bezirk Brazos, Scott McCollum. Ein weiterer Polizist und eine Frau wurden demnach bei der Schießerei in der Stadt College Station verletzt. Über die Schwere ihrer Verletzungen lägen jedoch noch keine Angaben vor.

Auf ihrer Webseite hatte die Universität kurz vor 12:30 Uhr (Ortszeit) eine Warnung herausgegeben, wonach unweit des campuseigenen Footballstadions ein Schütze unterwegs sei. Anwohner und Studenten wurden aufgefordert, der Gegend fernzubleiben. Die Stadt College Station liegt etwa 90 Meilen (rund 145 Kilometer) nordwestlich der Stadt Houston in Brazos County.

Wie es weiter hieß, sollte der Täter aus seinem Haus nahe dem Campus der A&M-Universität ausgewiesen werden. Zu der Schießerei sei es anscheinend gekommen, als die Polizei dem Mann den Räumungsbefehl übergeben wollte.

In den Vereinigten Staaten häufen sich in der jüngsten Vergangenheit die Schießereien mit Todesfolgen: Erst am vorvergangenen Sonntag hatte ein als Rechtsextremist identifizierter Mann in einem Tempel im US-Staat Wisconsin um sich geschossen und sechs Menschen getötet, bevor er von einer Polizeikugel getroffen wurde und sich schließlich selbst in den Kopf schoss.

Und Ende Juli tötete ein Amokläufer bei einer Premiere des neuen Batman-Films "The Dark Knight Rises" in Aurora bei Denver (Colorado) 14 Menschen, rund 50 wurden verletzt. Der mutmaßliche Kino-Schütze James Holmes ist laut seinen Anwälten psychisch krank.