Ermittlungen

Dortmunder Kinder wurden brutal getötet

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Staatsanwaltschaft bestätigt: "massive Gewalteinwirkung"

- Die drei in Dortmund getöteten Kinder sind nach Informationen des Magazins "Focus" auf äußerst brutale Weise ums Leben gekommen. Die Leichen wiesen nach einer Vorabmeldung des Magazins vom Sonntag zahlreiche Messerstiche auf, in der Brust des zwölfjährigen Mädchens habe noch die Tatwaffe gesteckt. Die Dortmunder Oberstaatsanwältin sagte dem Magazin, die Kinder seien unter "massivster Gewalteinwirkung" getötet worden.

Die Feuerwehr war Anfang August zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der nördlichen Innenstadt von Dortmund gerufen worden und hatte die zwischen vier und zwölf Jahre alten Geschwister in der Wohnung aufgefunden. Die Obduktion ergab, dass alle drei Opfer einer Gewalttat wurden.

Kurz danach wurde die Lebensgefährtin des Vaters der Kinder unter Tatverdacht festgenommen. Gegen die 29-Jährige war Haftbefehl wegen Mordes und schwerer Brandstiftung erlassen worden. Ihr Anwalt Dieter Kaufmann wies gegenüber "Focus" die Vorwürfe zurück: "Meine Mandantin sagt, sie ist unschuldig."

Der 41-jährige Vater soll laut "Focus" der Polizei seit Jahren wegen Drogendelikten und Körperverletzung bekannt gewesen sein. Er wehrte sich gegen Vorwürfe, er habe sich nicht um seine Kinder gekümmert. "Ich habe für sie gekocht und bin all ihren Bedürfnissen nachgekommen", sagte er laut "Focus". Er habe sich nie mit seiner Freundin gestritten. "Im Moment ist sie die einzige Verdächtige. Wenn sie es wirklich gewesen ist, frage ich mich, wie ich das nicht habe merken können." Der "Spiegel" zitierte den Mann mit der Aussage, seine drei Kinder hätten zum Zeitpunkt der Tat gar nicht in Deutschland sein sollen. Eine Ausreise in die Türkei zu den Großeltern sei nur daran gescheitert, dass die Pässe zweier Kinder bei einem Wohnungsbrand im Frühjahr vernichtet worden seien.

( AFP )