Nordsee

Matrose von Forschungsschiff über Bord gegangen

26-Jähriger wird in Nordsee vor Helgoland gesucht

- Seenotretter suchten am Mittwoch die Nordsee fieberhaft nach dem Vermissten ab. Kollegen hatten den Mann zuletzt in der Nacht um etwa 2.30 Uhr gesehen. Zu dem Zeitpunkt befand sich das Schiff etwa zwölf Seemeilen östlich von Helgoland. Bis zum Abend war der Mann immer noch vermisst. Die Suche wurde unterbrochen. Ob sie am Donnerstag fortgesetzt wird, hängt nach Angaben der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) davon ab, ob sich in der Nacht neue Erkenntnisse ergeben. Wie und wann der 26 Jahre alte Mann über Bord ging, blieb unklar.

Das Suchgebiet der Rettungskräfte war am Nachmittag ausgeweitet worden, nachdem das direkte Umfeld des Forschungsschiffes mehrfach erfolglos abgesucht worden war. Insgesamt sieben Schiffe, darunter vier Seenotkreuzer sowie zwei Hubschrauber der Marine und der Bundespolizei beteiligten sich an der Suche. Auch die Besatzungen der regulären Fährlinien nach Helgoland waren informiert.

Das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven betreibt die etwa 55 Meter lange "Heincke". Am 2. August war das Schiff von Bremerhaven zu einer neuntägigen Forschungsfahrt aufgebrochen, um biologische und geologische Untersuchungen in der Deutschen Bucht zu machen. Neben den sechs Wissenschaftlern waren zwölf Besatzungsmitglieder an Bord.