Aurora

Psychiaterin warnte offenbar vor Kino-Amoklauf

Ärztin über Verhalten von James Holmes beunruhigt

- Die frühere Psychiaterin des mutmaßlichen Amokläufers von Aurora in Colorado, James Holmes, hat einem Medienbericht zufolge bereits Wochen vor der Tat Bedenken über das Verhalten ihres Patienten geäußert. Wie der Sender KMGH-TV berichtete, informierte Lynne Fenton bereits in der ersten Juni-Hälfte ein zuständiges Team an der Universität von Colorado über ihre Beunruhigung. Das Team zur Einschätzung von Gefahren sei jedoch nie zusammengetroffen, weil Holmes zu dem Zeitpunkt bereits den Abbruch seines Studiums vorbereitet habe. Der Sender berief sich auf ungenannte Quellen, es blieb aber unklar, wozu genau sich Fenton in ihren Gesprächen mit Mitgliedern der Gruppe äußerte. Der Student der Neurowissenschaften wird beschuldigt, in der Nacht zum 20. Juli in einem Kino in Aurora während der Premiere des neuen "Batman"-Films zwölf Menschen erschossen und 58 weitere verletzt zu haben.

Unterdessen wurde in Kalifornien ein Deutscher festgenommen, weil er offenbar Überlegungen zu einem Amoklauf an der früheren Schule seines Sohnes angestellt haben soll. Wie die "Los Angeles Times" berichtete, wollte sich der 48-jährige Professor so für den Tod des Sohnes rächen. Der 14-Jährige hatte sich im März nach der Bestrafung wegen eines Diebstahls aus dem Schulladen umgebracht. Laut "Times" hatte Rainer Claus R. im April in Mails darüber fantasiert, den Vizerektor zu erschießen, Hunderte Schüler zu ermorden und die Schule niederzubrennen. Er war schon am 24. Juli vorübergehend festgenommen worden, nachdem er versucht hatte, in dem Park, in dem sich sein Sohn erhängt hatte, ein Feuer zu entzünden. Nachdem die Polizei die Mails entdeckte, wurde er erneut festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft soll er fünf weitere Brandstiftungen begangen haben. Rainer Claus R. drohen über zwölf Jahre Haft.