Gewalt

Jugendlicher in China tötet mindestens neun Menschen

Im Nordosten Chinas hat ein Jugendlicher Medienberichten zufolge neun Menschen getötet.

- Vier weitere seien verletzt worden, als der 17-Jährige sie am Mittwochabend mit einem Messer angegriffen habe, meldete die Nachrichtenagentur Xinhua am Donnerstag unter Berufung auf örtliche Behörden. Der Angreifer sei nach der Tat in Fushun in der Provinz Liaoning festgenommen worden.

Laut der Tageszeitung "Legal Daily" tauchte der Jugendliche in dem Haus seiner Freundin auf, nachdem er sich mit ihr gestritten hatte. Dort tötete er zwei Verwandte von ihr. Anschließend verließ er das Haus und stach elf weitere Menschen nieder, sechs von ihnen waren demnach sofort tot. Ein weiterer sei am Donnerstag seinen Verletzungen erlegen, berichtete die Zeitung.

Xinhua zufolge nahm die Polizei den mutmaßlichen Täter fest, als er von einem Gebäude springen wollte, um sich umzubringen. Behörden und Polizei äußerten sich auch vorerst nicht zu dem Vorfall.

2010 hatte es in China eine ganze Serie blutiger Überfälle auf Schulen und Kindergärten gegeben. Dabei wurden 17 Menschen getötet, 15 von ihnen waren Kinder. Über 80 Menschen wurden verletzt. In den vergangenen Jahrzehnten stieg die Zahl der Gewaltverbrechen in China. Experten erklären dies auch damit, dass zunehmende soziale Probleme vernachlässigt wurden, während die Wirtschaft rasant wuchs. Studien belegen eine wachsende Zahl von psychischen Problemen in der Bevölkerung. Einige davon stehen in Zusammenhang mit immer größer werdendem Stress.