Extremsport

Sprung aus der Schüssel

Nein, dieser Mann ist kein Astronaut. Auch wenn das, was er tut, wohl eher der Raumfahrt zugerechnet werden kann als der Welt des Sports.

- Der Mann im Schutzanzug mit Sauerstoffversorgung ist Felix Baumgartner. Österreicher und Extremsportler. Während andere extreme Sportkollegen den Rhein von Quelle bis Mündung durchschwimmen wollen, zieht es Baumgartner hoch hinaus. Extrem hoch hinaus. Im März sprang er aus 21,6 Kilometern Höhe. Nun hat er sich aus 29 Kilometer in die Tiefe gestürzt - und ist sicher im US-Staat New Mexico gelandet. Dabei erreicht er eine Spitzengeschwindigkeit von mehr als 860 Kilometer pro Stunde, wie ein offizieller Beobachter am Boden erklärte. Der Sprung war ein Test für einen geplanten Rekordsprung aus bis zu 38 Kilometer Höhe.

"Das war immer ein Traum von mir", erklärte Baumgartner, der mit dem Sprung eine persönliche Bestmarke aufstellte. Der 43-Jährige ließ sich zunächst in einer Kapsel an einem riesigen Helium-Ballon in die Höhe ziehen. Nach dem Absprung in einem Spezialanzug befand er sich etwa drei Minuten und 48 Sekunden im freien Fall, bevor er seine Fallschirme öffnete. Bei seinem Rekordsprung Ende August will Baumgartner die Schallmauer durchbrechen.

Mehrere Rekorde hält bisher der frühere US-Soldat Joseph Kittinger, der 1960 aus einer Höhe von 31.000 Metern aus einem Ballon sprang. Er berät das Team Baumgartners.

Der österreichische Extremsportler sprang bereits mehr als 2.500 Mal aus Flugzeugen und von Wolkenkratzern. Mit einem Fallschirm stürzte er sich etwa vom Taipei-Center in Taiwan oder von der Christusstatue in Rio de Janeiro. Aber wie heißt es so schön: Die Welt ist nicht genug.